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Ginhayaby Lyn Knecht
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Philippinen

Adobo

Das inoffizielle Nationalgericht – älter als sein spanischer Name

Lange bevor die Spanier kamen, garten die Menschen auf den Inseln ihr Fleisch in Essig und Salz – schlicht, weil das in tropischer Hitze das Verderben aufhielt. Erst 1613 hielt ein spanischer Mönch das Verfahren in einem Wörterbuch fest und nannte es „adobo“, von adobar = marinieren. Der Name ist also europäisch, die Methode urphilippinisch.

Bis heute hat jede Familie ihr eigenes Adobo – mehr Sojasauce, mehr Essig, mit oder ohne Kokosmilch. Ein offizielles Rezept gibt es nicht. Genau das macht es zum Nationalgericht: Es gehört allen.

Adobo
Portionen4
Zeit55 Min.
NiveauEinfach

Zutaten

  • Hähnchenschenkel (o. Schweinebauch)1 kg
  • Sojasauce120 ml
  • Essig (Rohr-/Kokosessig)80 ml
  • Knoblauch1 Knolle
  • Lorbeerblätter3–4
  • Schwarze Pfefferkörner1 TL
  • Wasser250 ml
  • Zucker (optional)1 TL

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Zubereitung

  1. Fleisch mit Sojasauce, zerdrücktem Knoblauch und Pfeffer 30 Min. marinieren.

  2. Fleisch herausnehmen, in einem Topf rundum scharf anbraten.

  3. Marinade, Essig, Lorbeer und Wasser zugeben. Den Essig nicht sofort umrühren – erst aufkochen lassen, dann verschwindet die scharfe Säure.

  4. Zugedeckt 30–40 Min. sanft schmoren, bis das Fleisch zart ist.

  5. Deckel ab, Sauce sirupartig einkochen. Mit Zucker abschmecken. Zu Reis servieren.

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